Die Niederösterreichische Landes-Feuerwehrschule und die wba: Wie das wba-Qualifikationsprofil Weiterbildungseinrichtungen inspiriert

Experten-Interview mit BR Markus Bauer, Schulleiterstellvertreter der Niederösterreichischen Landes-Feuerwehrschule

BR Bauer

 

 

Der stellvertretende Schulleiter der Niederösterreichischen Landes-Feuerwehrschule gibt Auskunft darüber, warum er Ausbildner zur wba-Zertifizierung anhält und wie der Kontakt mit der wba sich auf seine Einrichtung ausgewirkt hat.

 

Wie kamen Sie auf die wba?

Wir sind zertifiziert nach ISO 9001/2008 und wollten auch das Ö-Cert haben. Um die von Ö-Cert geforderte pädagogische Qualifikation nachzuweisen, habe ich mich bei der wba als Erwachsenenbildner zertifizieren lassen.

Wir freuen uns, dass mittlerweile viele Ihrer Ausbildner das wba-Zertifikat machen, warum haben Sie sie dazu angehalten?

Mittlerweile haben 5 von insgesamt 22 Ausbildnern der NÖ Landes-Feuerwehrschule ein wba-Zertifikat erworben. Um Ausbildner zu werden, muss man auf jeden Fall Fachwissen und eine Ausbildung im technischen Bereich vorweisen. Es gibt jedoch auch einen Feuerwehrtrainer-Ausbildungsplan, der solche Dinge wie Rhetorik und Didaktik umfasst. Diese Kompetenzen haben wir schon immer gefordert und durch Weiterbildungen bei Erwachsenenbildungseinrichtungen abgedeckt. Was die wba darüber hinaus bietet, ist ein umfassenderer Abschluss als Erwachsenenbildner, der für uns als Zusatzqualifikation sehr passend ist.

Was ist Ihnen bei den Inhalten der wba besonders gut und passend für die Ausbildung Ihrer Ausbildner erschienen?

Die wba bietet einige Kompetenzen, die wir vernachlässigt hatten bzw. noch nicht kannten. Der andragogische Blick auf das Lernen von Erwachsenen z.B. war für uns in dieser Form neu. Die wba-Zertifizierung hat aber auch einen wertvollen Aspekt von Allgemeinbildung, für mich war auch das Thema Umgang mit neuen Medien und Urheberrecht ein Gewinn.

Welche Effekte hat der intensive Kontakt mit der wba für Ihre Einrichtung?

Es gab einige direkte und indirekte Wirkungen, die noch immer anhalten: Wir haben uns anhand der wba-Anforderungen selbst neu einschätzen können und dabei ein Stück weit unsere Professionalität bestätigt bekommen und erkannt, dass wir viele Dinge bereits „richtig“ machen. Anregungen lassen wir in unsere laufenden Verbesserungsprozesse einfließen.

Was weiters wichtig ist, ist die ECTS-Vergabe, die den Ausbildnern Anerkennung gibt, aber auch den Partnern und Verantwortlichen die vorhandene Kompetenz zeigt.

Und last but not least haben wir unser eigenes Curriculum auch auf Basis der Erkenntnisse der Erwachsenenbildner-Zertifizierung adaptiert und umgeschrieben. Ein interessanter Nebenaspekt ist hier: Die österreichischen und sogar die bayerischen Feuerwehrschulen haben sich wiederum von uns inspirieren lassen und lassen jetzt den andragogischen Aspekt in ihren Ausbildungszentren stärker einfließen.

Ich bedanke mich im Namen der wba herzlich für das Gespräch und wünsche weiterhin viel Erfolg!

Das Gespräch führte Petra Steiner.

Link zur Niederösterreichischen Landes-Feuerwehrschule

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