Qualität in der Validierung - Qualitätsentwicklung durch Peer Review

Giselheid Wagner und Christina Paulus beleuchten in ihrem Artikel, der soeben im neuen Magazin Erwachsenenbildung "Validierung und Anerkennung von Kompetenzen" erschienen ist, verschiedene europäische und österreichische Initiativen, die Qualität von Validierungsinitiativen sichern und weiterentwickeln wollen.

Dies ist insbesondere wichtig, um dieser in Österreich noch relativ neuen Form der Sichtbarmachung von Kompetenzen mehr Glaubwürdigkeit zu verleihen. Vor diesem Hintergrund erscheint die Methode Peer Review besonders interessant und geeignet. Sie wurde von 2016-2018 in einem Erasmus+-Projekt erfolgreich getestet und verbindet Selbstevaluation mit der externen Evaluierung durch Peers. Diese formative Methode ist sehr entwicklungsorientiert und erlaubt eine ehrliche Auseinandersetzung mit essentiellen Fragen, die sich eine Validierungseinrichtung immer wieder stellt.

Die wba ist eine zentrale Säule der Professionalisierung der österreichischen Erwachsenenbildung. Die maßgeschneiderten Validierungsverfahren bieten Akteurinnen und Akteuren aus der Praxislandschaft die Möglichkeit, sich als Erwachsenenbildner:in zertifizieren und diplomieren zu lassen, wodurch ein hochrelevanter Weg der individuellen Professionalisierung geebnet wird. Darüber hinaus leisten die Qualifikationsprofile der wba einen maßgeblichen Beitrag zur fortlaufenden Schärfung der Berufsbilder und Tätigkeitsprofile in der Erwachsenenbildung.

Dr. Dennis Walter

Direktor des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung bis Mai 2026