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Glossar

Hier finden Sie die Erklärung häufig verwendeter Begriffe.

Akkreditierung

Der Begriff "Akkreditierung" im Sinne der wba bezieht sich auf Bildungsangebote. Passt eine Bildungsveranstaltung ins Qualifikationsprofil der wba, d. h. deckt sie die geforderten Inhalte ab, kann sie bei der wba zur Akkreditierung eingereicht werden. Nach Überprüfung der Inhalte und deren Passung ins Qualifikationsprofil wird das Bildungsangebot akkreditiert und mit wba-gültigen ECTS bewertet, die als ECTS (wba) ausgewiesen werden. Die wba akkreditiert Bildungsangebote. Akkreditierte Bildungangebote

Akkreditierungsrat

Der Akkreditierungsrat prüft alle Anträge seitens der wba-Kandidat/innen und der Anbieter. Das Gremium ist mit unabhängigen Expert/innen besetzt.

Anerkennung

Im Fall der wba bezieht sich Anerkennung auf Anträge seitens der Interessierten bzw. wba-Kandidat/innen. Passen die mit dem Antrag eingereichten Kompetenznachweise (Zeugnisse, Bestätigungen, ...) ins Qualifikationsprofil der wba, d.h. decken sie die geforderten Inhalte ab, werden die entsprechenden Kompetenzen anerkannt und mit ECTS (wba) bewertet.

Äquivalent

Kompetenzen, die nicht durch Bestätigungen oder Zeugnisse nachweisbar sind, also solche, die informell erworben wurden, werden in der wba als Äquivalent bezeichnet.

Auslandsaufenthalt

Eine berufliche Tätigkeit oder ein Studium im Ausland im Ausmaß von mindestens drei Monaten kann im Bereich "Interkulturelle Bildung" und "Fremdsprachen" anerkannt werden.

Beratung

Als Beratungspraxis für die wba wird klassische Lern-, Bildungs- und Berufsberatung und die Beratungstätigkeit in allen Beratungsstellen anerkannt, in denen Lern-, Bildungs-, Arbeits- und Berufsberatung eine zentrale Rolle spielen. In Grenzfällen entscheidet der Akkreditierungsrat. Die Beratungsdefinition der wba finden Sie hier.

ECTS

= European Credit Transfer System: europaweit anerkanntes System zur Anrechnung, Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen. Die wba rechnet im Sinne einer möglichen Anschlussfähigkeit an die Universität in ECTS (wba) um.

Eigene Veröffentlichung

Bei einigen Kompetenzbereichen kann eine eigene Veröffentlichung zum jeweiligen Thema anerkannt werden.

Erwachsenenbildnerische Praxis

Als erwachsenenbildnerische Praxis anerkennt die wba lehrende, trainierende, Gruppen leitende, berufspädagogische und beratende Tätigkeiten sowie Tätigkeiten des Bildungsmanagements oder des Bibliothekswesens. Eine Definition im Detail finden Sie hier.

Formal erworbene Kompetenzen

Kompetenzen, die in formalen Bildungs- und Berufsbildungseinrichtungen (z. B. Schulen, Universitäten, Akademien, ...) erworben wurden. Dafür gibt es Nachweise in Form von Zeugnissen. Die Leistungen werden zumeist mit dem Schulnotensystem beurteilt.

Informell erworbene Kompetenzen

Dabei handelt es sich um Kompetenzen, die nicht durch Bestätigungen oder Zeugnisse nachweisbar sind. Informell erworbene Kompetenzen werden vorwiegend im Arbeitsumfeld, zu Hause oder generell durch Erfahrungslernen ("Learning by Doing") erworben.
Der wba ist die Sichtbarmachung und Anerkennung informellen Lernens ein Anliegen. Nachweismöglichkeiten dafür bestehen z. B. durch Kompetenzbestätigungen des Dienst- bzw. Auftraggebers, durch Tätigkeitsbeschreibungen oder durch das Verfassen eines Papers.
Diese Nachweise werden in der wba als Äquivalente bezeichnet.

Kolloquium

Das Kolloquium ist der letzte Schritt vor Abschluss des wba-Diploms. Es findet vor einer autorisierten Kommission nach den Bestimmungen der Prüfungsordnung statt.

Kompetenzen

Kompetenzen sind im Laufe des Lebens, in Schule oder im Beruf erworbene Fähigkeiten, die jemand flexibel einsetzen kann. Sie sind ein erworbenes Potenzial, das situationsabhängig, in komplexen Handlungssystemen, auch unter neuen Bedingungen viele Möglichkeiten der Umsetzung eröffnet. Kompetenzen umfassen kognitive, emotionale, auch motorische, mitunter ethische oder motivationale Momente.
In der wba sind Kompetenzen jene Fähigkeiten, die sich in den Berufsanforderungen der Erwachsenenbildung flexibel einsetzen lassen.

Non-formal erworbene Kompetenzen

Kompetenzen, die in Bildungsveranstaltungen außerhalb formaler Bildungs- und Berufsbildungseinrichtungen, also vor allem in Einrichtungen der Erwachsenenbildung (durch die Teilnahme an Lehrgängen, Kursen, Seminaren, Workshops, ...) erworben wurden. In der Regel gibt es dafür (Teilnahme-)Bestätigungen, die jedoch in vielen Fällen keine Leistungsbeurteilung beinhalten.

Online-Portfolio

wba-Kandidat/innen verfügen über ein persönliches Online-Portfolio, das den Weg zum Abschluss anzeigt. Das Portfolio dient dazu, die Lernbiografie durch Sammlung verschiedener Leistungsbelege sichtbar zu machen. Es ist eine individuelle "Leistungsmappe".

Paper

In der wba ist ein Paper eine Form eines Äquivalents, das in bestimmten Kompetenzbereichen als Nachweis eingereicht werden kann. Ein Paper ist der schriftliche Nachweis einer intensiven Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema.

Qualifikationsprofil

Das Qualifikationsprofil der wba beinhaltet jene Kompetenzen, die von Erwachsenenbildner/innen erwartet werden, und weist die dazugehörenden Inhalte und den Umfang aus, die von wba-Kandidat/innen nachgewiesen werden müssen. Sie finden die Qualifikationsprofile hier.

Qualitätssicherungsvertrag

Bildungsanbieter, die Angebote bei der wba zur Akkreditierung einreichen wollen, schließen mit der wba einen Qualitätssicherungsvertrag. Im Wesentlichen sind darin die Rechte und Pflichten beider Seiten vertraglich geregelt. Kern sind Qualitätsstandards, die den gängigen Qualitätssicherungssystemen entsprechen und zu der sich die Bildungsanbieter in Bezug auf die später einzureichenden einzelnen Bildungsangebote verpflichten.

Rezension

Eine Rezension (von lateinisch recensio, Musterung) ist eine kritische Bewertung von kulturellen oder wissenschaftlichen Schöpfungen wie Büchern, Filmen, Kunstwerken oder Konzerten. Für den Erwerb des wba-Diploms sind zwei Fachbücher zu rezensieren.

Schriftliche Arbeit

Im Rahmen des wba-Diploms ist eine Diplomarbeit zu verfassen, in der das eigene berufliche Handeln einer Reflexion unterzogen werden muss.

Standortbestimmung

Die Standortbestimmung ist der erste Schritt zum/r "Zertifizierten" bzw. "Diplomierten Erwachsenenbildner/in". Im Rahmen der Standortbestimmung werden bereits erworbene Kompetenzen von der wba überprüft und anerkannt.

Universitätszugangsberechtigung

Als Universitätszugangsberechtigung gelten Matura, Studienberechtigungsprüfung oder Berufsreifeprüfung.

Validierung von Lernergebnissen

Die Bestätigung durch eine zuständige Behörde oder Stelle, dass Lernergebnisse [...], die eine Person in einem formalen, nicht formalen oder informellen Kontext erzielt hat, gemäß festgelegten Kriterien bewertet wurden und den Anforderungen eines Validierungsstandards entsprechen. Die Validierung führt üblicherweise zur Zertifizierung. (CEDEFOP (2014): Terminology of European education and training policy. A selection of 130 key terms. 2nd edition. Luxemburg: Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, S. 289).
Validierung von Lernergebnissen stellt die Hauptaufgabe der wba dar. Mehr Infos zum Thema Validierung finden Sie hier.

Zertifizierung

Der Begriff "Zertifizierung" im Sinne der wba nimmt auf die Überprüfung und Zuordnung der eingereichten Nachweise der wba-Kandidat/innen Bezug. Die wba zertifiziert Personen.

Zertifizierungswerkstatt

Die Zertifizierungswerkstatt ist eine dreitägige Veranstaltung mit Assessment und Multiple-Choice-Test, die von allen wba-Kandidat/innen verpflichtend zu besuchen ist. In diesen beiden Verfahren werden erwachsenenbildnerische Kompetenzen der wba-Kandidat/innen überprüft.

Mit der Weiterbildungsakademie und ihren Qualifikationsprofilen haben wir einen Bezugsrahmen, der die Kompetenzen von Erwachsenenbildner/innen konkret benennt und eine sehr gut brauchbare Grundlage für qualitätsvolle Bildungsarbeit und Personalentwicklung ist.

Dr. Gerhard Bisovsky

Generalsekretär des Verbands Österreichischer Volkshochschulen