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So arbeitet die wba

Die wba bietet ein Verfahren zur Anerkennung bereits erworbener Kompetenzen. International wird dies mit dem Begriff der Validierung bezeichnet. Damit bewegt sich die wba in einem Bereich, der bildungspolitisch im Fokus steht, sowohl auf EU- als auch auf nationaler Ebene.

Pionierin und ausgezeichnetes Good Practice Modell

Die wba wurde 2007 als Gemeinschaftsinitiative der 10 Verbände der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreich und des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung konzipiert und ins Leben gerufen. Ziel und Zweck war es, neben bereits bestehenden Ausbildungswegen im Bereich der Erwachsenenbildung ein Anerkennungsmodell zu schaffen, das all diese Aus- und Weiterbildungen einbindet und zu einem Abschluss bündelt.

2007 war dieses Verfahren noch relativ neu, doch mittlerweile hat sich auf diesem Gebiet viel getan. Die wba hat Pionierarbeit geleistet und wurde dafür auch mehrfach ausgezeichnet. 

Im Oktober 2013 wurde die wba für ihr Konzept "Anerkennung der Kompetenzen von Erwachsenenbildner/innen in Österreich und darüber hinaus" mit dem europäischen Validierungspreis für informelles und non-formales Lernen in der Kategorie "Bottom-Up Approach" ausgezeichnet.
Link zur Presseaussendung

Qualität auf allen Ebenen

Qualität ist ein sehr wichtiger Aspekt in der Anerkennungsarbeit. Das Verfahren und die Abläufe müssen transparent und nachvollziehbar sein, die Ergebnisse verlässlich und valide.

Als innovative Zertifizierungs- und Anerkennungsstelle ist die wba auch eine lernende Organisation. Äußeres Zeichen ist dafür das Zertifikat von Quality Austria ISO 9001:2008, das einen international geltenden Qualitätsstandard und ein professionelles Qualitätsmanagement voraussetzt.

So ist es nur selbstverständlich, dass das wba-Validierungsverfahren festgelegten Kriterien und Standards folgt: Europaweit akzeptierte Standards, wie sie etwa in den "Leitlinien für die Validierung non-formal und informell erworbener Kompetenzen" von Cedefop beschrieben werden, werden in der wba zugrunde gelegt.

2016/17 hat die wba im Rahmen eines Erasmus+-Projekts einen Peer Review-Prozess durchlaufen, ein entwicklungsorientiertes Verfahren, das durch die Einbindung externer Peers, die im gleichen Berufsfeld tätig sind, einen Außenblick auf die eigene Einrichtung ermöglicht.

Im Rahmen der Validierungsstrategie wird derzeit ein österreichischer Katalog an Qualitätskriterien für Validierungseinrichtungen entwickelt. Die wba bringt dabei ihr Know-how ein. Dieser Katalog wird spezielle Anforderungen und Kriterien für Einrichtungen von Validierungsverfahren darstellen.

Standards und Kriterien

Das Qualitätsmanagementsystem der wba stützt sich in der täglichen Arbeit auf den Einsatz folgender Standards:

  • Qualifikationsprofil: Das ist der Anforderungskatalog, an dem die Kompetenzen der einreichenden Kandidat/innen gemessen werden. Er ist der Standard der wba, der die bindende Grundlage für die Anerkennungsarbeit in der Geschäftsstelle und im Akkreditierungsrat bildet.
  • Kriterien und Leitprinzipien für die Anerkennungsarbeit: Diese wurden vom Akkreditierungsrat, dem Lenkungsgremium und der wba-Geschäftsstelle gemeinsam entwickelt. Für Kandidat/innen und Interessierte wird damit die Arbeitsweise der wba transparent und nachvollziehbar dargestellt.

    Kriterien und Leitprinzipien für die Anerkennungsarbeit
  • Beobachtungskriterien für die Zertifizierungswerkstatt: Dieser Katalog wurde von den Prüfer/innen der Zertifizierungswerkstatt am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung entwickelt. Er listet auf, was in diesem dreitägigen Assessment beobachtet wird und macht transparent, worauf die letztendliche Beurteilung basiert. Er steht angemeldeten Kandidat/innen im Login-Bereich zur Verfügung.

Monitoring und Evaluation

Auch die Rückmeldungen der Absolvent/innen werden systematisch erhoben. Nach der Zertifizierungswerkstatt, nach dem Abschluss des wba-Zertifikats sowie des wba-Diploms erhalten die Kandidat/innen Feedbackbögen, die in der wba ausgewertet, den Gremien vorgelegt werden und zu laufender Adaptation des Verfahrens an die Kund/innenbedürfnisse führen.

Auch mehrere externe Evaluationen haben das wba-Verfahren nach unterschiedlichen Gesichtspunkten untersucht:

  • Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat im Rahmen einer Evaluationsstudie zu "ESF-Beschäftigung in Österreich 2007-2013 im Bereich der Erwachsenenbildung" wba-Kandidat/innen befragt. Die Ergebnisse finden sich im Kapitel 2 des Gesamtberichts (S. 14-60).

    Endbericht IHS
  • Derzeit läuft eine wissenschaftliche Begleitung des Anerkennungs- und Zertifizierungssystems der wba. Sie zielt auf eine begründete Weiterentwicklung der aktuellen Praxis der wba ab. Beteiligt sind: Universität Graz (Institut für Bildungswissenschaften), Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung. Laufzeit: 2016-2018.

 

Zusammenfassend kann ich feststellen, dass die wba für Menschen in einem reflektierten Lernprozess qualitativ hochwertige Unterstützung und Weiterentwicklung ermöglicht und fördert. Obwohl die wba ein modulares System ist, hat frau nicht das Gefühl, verloren zu gehen.

Erna Novosel

Trainerin und Coach im arbeitsmarktpolitischen Bereich